Weizenbestände auf Rekordhoch

Weizenbestände auf Rekordhoch

Das US-Agrarministerium hat seine Schätzung für die weltweite Weizenproduktion im Wirtschaftsjahr 2017/18 auf 751,2 Millionen Tonnen noch einmal deutlich angehoben. Zum vorangegangenen Monat ist das ein Plus von 6,3 Mio. t. Das deutliche Plus geht zurück auf höhere Produktionsschätzungen für Russland (plus 1 auf 82 Mio. t), die EU (plus 2,2 auf 151 Mio. t) und Indien (plus 2,4 auf 98,4 Mio. t). Die russische Weizenernte würde damit das Vorjahr um fast 10. Mio t übertreffen.

Deutlich ausgeglichen wird mit diesen Annahmen die geringere Schätzung für die australische Weizenproduktion, das Ministerium geht aufgrund der anhaltenden Trockenheit vor allem im Osten Australiens nun von 21,5 (minus 1) Mio. t aus. Das wäre die geringste australische Produktion seit dem Wirtschaftsjahr 2008/09. Die Prognose für die US-Weizenernte bleibt hingegen mit 47,4 Mio. t annähernd unverändert zum Vormonat.

Die Schätzung für die weltweiten Weizenexporte haben die Beamten zum Vormonat nahezu stabil gelassen. Australien soll mit 18 (minus 0,5) Mio. t weniger Weizen ausführen als im September erwartet. Gleichzeitig sollen aber die kanadischen Ausfuhren mit 21 (plus 0,5) Mio. t höher ausfallen als zuletzt geschätzt. Die Importschätzung hat das USDA für Indien und die Türkei gesenkt, da in beiden Ländern die eigene Produktion höher ausfallen soll als im September angenommen.

Höher als im Vormonat sieht das USDA mit 739,6 (plus 2,1) Mio. t nun den weltweiten Weizenbedarf. Demnach sollen vor allem Indien (plus 1 auf 100 Mio. t), die EU (plus 1 auf 128,3 Mio. t) und Russland (plus 0,5 auf 43,5 Mio. t) mehr Weizen verbrauchen als zuletzt angenommen. Die Verbrauchsschätzung für die USA sinkt hingegen um 0,8 Mio. t auf 30,9 Mio. t.

Die Schätzung für die globalen Endbestände 2017/18 steigt trotz des höher angesetzten Verbrauchs im Oktober auf 268,1 (plus 5) Mio. t und damit auf einen neuen Rekord. Die Beamten liegen mit dieser Prognose deutlich über den Erwartungen der Analysten, die zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres 262,9 Mio. t Weizen in den weltweiten Lägern gesehen und damit sogar einen leichten Rückgang zur Septemberschätzung erwartet hatten. Die Lagerendbestände der EU sollen mit 11,3 (plus 1,2) Mio. t ebenfalls höher liegen als im September geschätzt. Für die USA geht das Ministerium von Endbeständen von 26,1 (plus 0,8) Mio. t bzw. 960 Millionen Bushel aus. Analysten hatten im Vorfeld eine geringere Steigerung auf 946 Millionen Bushel in Aussicht gestellt.

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