Weizen verliert in Chicago erneut

Weizen verliert in Chicago erneut

An der Matif hält sich Weizen im neutralen Bereich. Chicago notiert den Weizen schwächer. Mais gibt ebenfalls etwas nach. Zum Wochenauftakt sind die Vorgaben der elektronischen Börse noch neutral.

Weizen: Die europäischen Weizennotierungen halten sich auf vergleichsweise stabilem Niveau und schlossen mehr oder weniger neutral. Der März legte leicht auf 172,25 €/t zu, der Mai notierte mit 174,75 €/t nur knapp behauptet. Neue Fundamentaldaten für die europäischen Weizenmärkte fehlen, die Aussicht auf anhaltende Exportnachfrage stützt jedoch. In Deutschland richten sich die Hoffnungen der Exporteure auf neue Weizenverkäufe nach Afrika und Saudi-Arabien. Am Hamburger Markt waren die Kassamarkt-Prämien für Weizen Basis 12 % Protein mit 3 bis 4 €/t je nach Geld- oder Briefseite unverändert. Der Euro notierte gegen den Dollar mit 1,056 US-Dollar zum Wochenschluss nur unwesentlich verändert.

In Chicago korrigierte Weizen nach unten. Der Frontmonat März verlor 6,6 Cent/bushel und schloss mit 4,31 US-$.
In seinem Ausblick für die kommende Saison erwartet das USDA aufgrund der kleineren US-Weizenfläche einen Rückgang der US-Endbestände von 31 Mio. t in der laufenden Kampagne auf 24,6 Mio. t für 2017/18. Die US-Weizenernte prognostiziert das amerikanische Landwirtschaftsministerium auf 50 Mio. t. Für die EU rechnet das USDA mit einer Erholung der Weizenproduktion, sieht aber für Australien, Kanada, Russland und die Ukraine kleinere Weizenernten als im Vorjahr.

Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen schwächten sich nach long-Liquidationen der Fonds und als Reaktion auf etwas enttäuschende US-Exportzahlen leicht ab. Der März notierte mit 3,64 US-$/bushel. Die Fonds haben in vergangenen Wochen ihre long-Positionen bei den Mais-Futures auf den höchsten Stand seit Juli des Vorjahres hochgetrieben. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 743.000 t für die alte Ernte lagen unter den Erwartungen des Marktes.

In seiner Outlook-Projektion geht das USDA für 2017/18 für die US-Maisernte mit 170,7 bushel/acre von deutlich niedrigeren Einträgen als in der letztjährigen Ernte (174,6 bushel/acre) aus. Sollten die Farmer ihre Maisanbaufläche auf die prognostizierten 90 Mio. acres zurückfahren, lässt sich nach Hochrechnungen von Analysten eine US-Maisernte von rund 357 Mio. t erwarten (Vorjahr 385 Mio. t)

An der Matif gab Mais erneut etwas nach. Der Frontmonat März verlor mit technischen Einflüssen 1,25 €/t und schloss mit 171,25 €/t. Der Juni notierte knapp unter 175 €/t. (St)

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