Aktuelles - Aktuelles - Aktuelles

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Weizen: Die höheren Vorgaben aus Übersee tangierten den europäischen Weizenmarkt nur am Rande. Der in der kommenden Woche auslaufende Mai-Termin legte nach Glattstellungen an der Matif 0,50 €/t auf knapp 168 €/t zu. Die neue Ernte notierte bei etwas unterschiedlichen Vorzeichen neutral. Am Hamburger Markt haben sich die Kassamarkt-Prämien nach dem Kursanstieg an der Matif ermäßigt. Die Käufer wollten nur noch 5 €/t über Matif-Mai anlegen, die Abgeber fordern eine Prämie von 7 €/t.

Die Weizenexporte aus der EU haben dieser Kampagne knapp 20,3 Mio. t erreicht. Sie liegen noch immer 18 % unter dem Vorjahr. Die offizielle Statistik weist für diese Woche ein Plus von 691.000 t beim Weizenexport auf. Marokko hebt Agenturberichten zufolge seine Importsteuer für Weizen auf 135 % an und reagiert damit auf eine gute eigene Weizenernte. Marokko ist einer der wichtigsten Destinationen für den europäischen Weizenexport.

In Chicago profitierte Weizen von Nässe und einem Frosteinbruch in den nördlichen Plains. Dies schürt Befürchtungen über Schäden und Qualitätseinbußen und ließ die Fonds Shortpositionen schließen. Die neue Ernte machte bis zur 5,4 Cent/bushel gut, der Juli notierte mit 4,31 US-$/bushel. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 61.700 t für die alte Ernte deuten auf ein auslaufendes Exportgeschäft hin. Für die neue Ernte wurden neue US-Weizenexporte über 305.000 t abgeschlossen.

Weizen/Mais: Der IGC hebt seine Prognose für die kommende globale Weizenernte um 1 Mio. t auf 736 Mio. t an. Die 2017er Ernte würde danach zwar 17 Mio. t kleiner als im Vorjahr ausfallen, doch die weltweiten Weizenbestände sollen sich zum Ende der Saison nur um 1 Mio. t auf 239 Mio. t abbauen. Dies lässt erneut auf eine sehr komfortable globale Weizenversorgung schließen.

Für Mais hoben die Londoner Analysten ihre Schätzung der kommenden globalen Ernte um 2 Mio. t auf 1,026 Mrd. t an. Dies würde eine kleinere Maisernte von 33 Mio. t gegenüber dem Vorjahr bedeuten.

Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen profitierten von einer Kehrtwende des US-Präsidenten Donald Trump in der Wirtschaftspolitik mit seinen Nachbarländern. Entgegen den ursprünglichen Plänen will Trump nun doch nicht aus der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA aussteigen, sondern die Konditionen noch einmal neu verhandeln. Die Maisfutures in Chicago zogen daraufhin 2,4 Cent/bushel an. Der Frontmonat Mai notierte mit 3,62 US-$/bushel. Gestützt wurden die Chicagoer Kurse auch von den ansehnlichen wöchentlichen US-Exportzahlen von rund 988.000 t Mais.

Mais/Gerste: An der Matif gaben die beiden vorderen Termine 0,75 €/t nach. Der Juni notierte mit 171,50 €/t. In dieser Woche hat die EU neue Maisimporte von 177.000 t getätigt, die sich damit im Kampagneverlauf auf knapp 9,5 Mio. t addiert haben. Der Gerstenexport wird in der EU-Statistik nach einer wöchentlichen Zunahme von 148.000 t für das gesamte Wirtschaftsjahr nun mit 4,37 Mio. t ausgewiesen. (St)

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